LOCARNO, SWITZERLAND, August 25, 2026 /EINPresswire.com/ -- Am Abend des 14. August (Ortszeit) empfing Locarno in der Schweiz — eine von Seen und Bergen umrahmte Filmstadt — einen warmen Lichtstrom aus dem Osten. Anlässlich des 79. Internationalen Filmfestivals von Locarno besuchte das Organisationskomitee des Pekinger Internationalen Filmfestivals diesen Ort der Filmkunst und veranstaltete den „Pekinger Filmabend 2026 — Präsentation des Pekinger Internationalen Filmfestivals in Locarno“.
Dies ist ein wichtiger Schritt des Pekinger Internationalen Filmfestivals zur Vertiefung des filmischen Austauschs und der Zusammenarbeit zwischen China und der Schweiz sowie zwischen China und Europa. Zugleich ist es ein weiterer glanzvoller Auftritt auf der Plattform eines der bedeutenden europäischen A-Kategorie-Filmfestivals, der der Welt die Lebendigkeit des chinesischen Kinos in all ihren Facetten präsentiert und eine solide Brücke für den gegenseitigen Austausch von Filmen, Talenten und Projekten zwischen China und dem Ausland schlägt.
Berge und Meere überbrücken — den Film als Brücke nutzen
Mit Einbruch der Dämmerung senkte sich sanft die Abenddunkelheit über Locarno. Mehr als hundert Gäste — darunter Vertreter von Filmfestivals, Leiter von Filminstitutionen, Produzenten, Regisseure und internationale Medienvertreter aus der Schweiz und ganz Europa — trafen nach und nach ein und erwarteten den Auftakt dieses festlichen Dialogs zwischen östlicher und westlicher Filmkunst.
Mit dem offiziellen Beginn der Präsentation blickte der Moderator in seiner Ansprache auf die Entwicklungsgeschichte des Pekinger Internationalen Filmfestivals zurück und entwarf eine visionäre Perspektive für den filmischen Austausch zwischen China und der Schweiz sowie zwischen China und Europa. Das Internationale Filmfestival von Locarno, 1946 gegründet und damit im selben Jahr wie die Filmfestspiele von Cannes ins Leben gerufen, hat sich über mehr als sieben Jahrzehnte hinweg kontinuierlich dem Arthouse-Kino gewidmet, neue Talente und Werke gefördert, avantgardistische Ausdrucksformen unterstützt und gilt als eine wichtige Wiege für junge Filmschaffende und unabhängige Filmkunst weltweit. Diese Hingabe an die Reinheit des Films steht im Einklang mit dem Leitgedanken des Pekinger Internationalen Filmfestivals — „Ressourcen teilen, Zukunft gemeinsam gestalten“.
Das eine ist im Osten verankert und verbindet mit großer Offenheit die globale Filmindustrie; das andere ist in Europa verwurzelt und wahrt mit avantgardistischer Haltung den künstlerischen Ausdruck. Auf den ersten Blick mögen die beiden Ausrichtungen grundverschieden erscheinen, doch finden sie in der gemeinsamen Sprache des Films eine tiefe Übereinstimmung und Resonanz.
Das Pekinger Internationale Filmfestival wird auch künftig eine internationale und professionelle Plattform für den filmischen Austausch schaffen, hochwertige filmische Ressourcen aus aller Welt bündeln und den gegenseitigen Austausch von Filmen und Talenten zwischen China und dem Ausland weiter vorantreiben. An diesem Abend soll die Welt die Kraft des chinesischen Kinos erleben und zugleich sollen hier weitere Möglichkeiten für die filmische Zusammenarbeit zwischen China und Europa Wurzeln schlagen.
Hundert Blüten im Wettstreit — die Leinwand erstrahlt
Während der offizielle Imagefilm sowie Ausschnitte aus herausragenden Filmen des Pekinger Internationalen Filmfestivals auf der Großleinwand gezeigt wurden, entfaltete sich vor den internationalen Gästen nach und nach ein lebendiges und dynamisches Panorama des chinesischen Kinos. Von anspruchsvollen realistischen Arthouse-Werken bis hin zu aufwendig produzierten Blockbustern, von Bildwelten, die von östlicher Ästhetik geprägt sind, bis hin zu experimentellen Werken, die künstlerische Grenzen ausloten — Produktionen unterschiedlicher Themen, Generationen und Stilrichtungen entfalteten jeweils ihren eigenen Glanz und fügten sich zu einem reichen und vielfältigen Gesamtbild.
Ein Rückblick auf die vergangenen Jahre zeigt: Im Wechselspiel von Licht und Schatten präsentierten sich Hunderte von Veranstaltungen in großer Vielfalt; Filmschaffende und Medienvertreter aus mehr als hundert Ländern und Regionen nahmen rege daran teil, und Tausende von Werken traten auf derselben Bühne im Wettbewerb um die höchste Auszeichnung, den „Tiantan Award“, an. Die vom Pekinger Internationalen Filmfestival sorgfältig ausgewählten Bilder veranschaulichten eindrucksvoll die Entwicklung des chinesischen Kinos der neuen Ära — sowohl hinsichtlich seiner industriellen Leistungsfähigkeit als auch seines künstlerischen Ausdrucks. Dass in diesem Jahr zudem der Hundert-Blumen-Preis nach Peking zurückkehrte, unterstrich die von Vielfalt geprägte kreative Landschaft des chinesischen Kinos und hinterließ bei den europäischen Filmschaffenden an diesem Abend einen tiefen und lebendigen Eindruck.
Eine Stadt des Films — vom ganzen Volk geteilt
Im Hauptteil der Präsentation betrat Herr Li Xiangyuan, Regisseur beim Pekinger Rundfunk und Vertreter des Pekinger Internationalen Filmfestivals, die Bühne und stellte den anwesenden Gästen systematisch die maßgebliche Struktur sowie den Jury- und Bewertungsmechanismus des „Tiantan Award“ vor. Er erläuterte die konkrete Rolle des Venture-Capital- und Inkubationsbereichs bei der Förderung neuer Talente und der Vernetzung mit Branchenressourcen und ging insbesondere auf die für die internationale Zusammenarbeit eingeführten Fördermaßnahmen und Öffnungsinitiativen ein. Damit vermittelte er umfassend die professionelle Ausrichtung und die Kooperationsbereitschaft des Pekinger Internationalen Filmfestivals als internationale Plattform.
Regisseur Li Xiangyuan hob besonders hervor: „Das Internationale Filmfestival von Locarno ist mit seinem einzigartigen Charme und seiner internationalen Ausstrahlung seit jeher ein besonderer Ort für Filmschaffende aus aller Welt. Seit Regisseur Chen Kaige 1985 mit Yellow Earth in Locarno den Silbernen Leoparden gewann, haben Jackie Chan, Hou Hsiao-Hsien, Jia Zhangke, Bi Gan, Qiu Sheng und weitere herausragende chinesischsprachige Filmschaffende an diesem Seeufer ihre Spuren hinterlassen. Die französische Filmregisseurin Claire Denis wurde in Locarno mit dem Ehren-Goldenen Leoparden ausgezeichnet und im darauffolgenden Jahr als Jurymitglied für den ‚Tiantan Award‘ des Pekinger Internationalen Filmfestivals eingeladen. Diese vielfältigen Verbindungen zeigen, dass beide Seiten sich gleichermaßen dafür einsetzen, den Film als Medium zu nutzen, den Austausch und das gegenseitige Verständnis zwischen verschiedenen Kulturen zu fördern und die gemeinsame Entwicklung der Filmkunst voranzutreiben.“
Peking arbeitet derzeit intensiv daran, eine „Stadt des Films“ mit Wärme und Lebendigkeit zu gestalten, den Film in das städtische Leben zu integrieren und die Kunst in den Alltag der Menschen zu tragen. Das Pekinger Internationale Filmfestival ist nicht nur eine Branchenveranstaltung für Filmschaffende und Vertreter der Filmindustrie, sondern zugleich ein Filmfest, an dem die gesamte Bevölkerung teilhaben kann. Jeden April, wenn das Filmfestival wie geplant stattfindet, ist die ganze Stadt von der Atmosphäre des Films erfüllt: In und vor den Kinos herrscht reger Betrieb, Freiluftvorführungen erhellen Parks und Gassen, Masterclasses und Salons für Filmliebhaber sind bis auf den letzten Platz gefüllt, und Premierenveranstaltungen sind in vollem Gange — die Distanz zwischen Filmschaffenden und Publikum scheint dabei zu verschwinden. Film ist nicht mehr nur etwas, das betrachtet wird, sondern wird zu einer greifbaren, mitgestaltbaren und liebenswerten Lebensweise. Das alte Peking gewinnt durch den Film neue Vitalität; das moderne Peking erhält durch die Kunst einen warmen inneren Kern.
Das Pekinger Internationale Filmfestival richtet eine herzliche Einladung an die europäischen Filmschaffenden und hofft, dass künftig noch mehr internationale Kreative mit ihren Werken und Geschichten nach Peking kommen, um in dieser Stadt, in der dreitausend Jahre Geschichte und eine moderne internationale Metropole aufeinandertreffen, dem chinesischen Publikum von Angesicht zu Angesicht zu begegnen und dem internationalen Filmschaffen die Hand zu reichen.
Künstlerische Resonanz — ein gegenseitiges Aufeinander-Zugehen
Im Anschluss betrat Herr Markus Duffner, Direktor des Filmmarkts von Locarno, auf Einladung die Bühne und hielt eine Ansprache. Zunächst brachte er seine aufrichtige Freude darüber zum Ausdruck, dass der „Pekinger Filmabend“ in Locarno stattfand, und würdigte die professionelle Organisation sowie die internationale Ausrichtung des Pekinger Internationalen Filmfestivals.
Das Filmfestival von Locarno hat sich seit über siebzig Jahren der Entdeckung neuer Talente und Werke verschrieben und zugleich Durchbrüche und Innovationen in der filmischen Ausdruckssprache gefördert. Als europäisches A-Kategorie-Festival mit tiefer Verwurzelung im Arthouse-Kino teilt es in hohem Maße den Ansatz der Venture-Capital-Sparte des Pekinger Filmfestivals, neue Talente zu fördern und vielfältige Ausdrucksformen zu unterstützen — zwischen beiden Seiten besteht eine natürliche geistige Nähe.
Es ist zu hoffen, dass das Internationale Filmfestival von Locarno und das Pekinger Filmfestival künftig in den Bereichen Filmvorführungen, Projektinkubation, Talentförderung und internationale Koproduktion ein noch vielfältigeres Kapitel der Zusammenarbeit aufschlagen, sodass das kreative Ökosystem des europäischen Arthouse-Films und die Dynamik der chinesischen Filmindustrie einander bereichern und gegenseitig inspirieren. Der Dialog zwischen östlicher und westlicher Filmkunst und die Begegnung unterschiedlicher Kulturen — genau darin liegt der besondere Wert eines internationalen Filmfestivals.
Schönheit miteinander teilen, gemeinsam über die Zukunft sprechen — von Peking bis Locarno erscheint selbst die Entfernung eines halben Erdballs durch den Film nicht mehr so groß. Der erfolgreiche Abschluss der Locarno-Präsentation des „Pekinger Filmabends“ ließ die Welt nicht nur die dynamische Vitalität des chinesischen Kinos erleben, sondern ließ auch die Samen der europäisch-chinesischen filmischen Zusammenarbeit im Herzen Europas Wurzeln schlagen und keimen.
Als alte Kulturstadt mit dreitausendjähriger Geschichte schreibt Peking mit dem Film als Pinsel ein neues kulturelles Kapitel — mit seinem reichen historischen Erbe als Grundton, der avantgardistischen zeitgenössischen Kunst als Impuls und Millionen von Filmliebhabern als Rückhalt. Das Licht der Leinwand dieser „Stadt des Films“ erhellt eine immer größere Welt.
Nach sechzehn Jahren fruchtbarer Entwicklung hat sich das in Peking verwurzelte Internationale Filmfestival zu einem wichtigen Bindeglied zwischen dem chinesischen und dem internationalen Filmschaffen entwickelt. An einem neuen Ausgangspunkt wird das Pekinger Filmfestival seine internationale Ausrichtung weiter vertiefen, sein globales Kooperationsnetzwerk ausbauen, sich mit noch größerer Offenheit der Welt zuwenden und gemeinsam mit Filmschaffenden aus aller Welt herausragende Werke schaffen, Märkte erschließen und die Zukunft gestalten.
Hundert Blüten blühen, Licht und Schatten inspirieren einander — das Organisationskomitee richtet an alle Filmschaffenden weltweit die herzlichste Einladung: Wir freuen uns darauf, Sie im schönsten April des Jahres in Peking zu begrüßen und gemeinsam das Fest des Films bei der 17. Ausgabe des Pekinger Internationalen Filmfestivals zu erleben.
ZHANG Shiqing
Beijing International Film Festival
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